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Gegen die Verwirrung bei den verschiedenen Typen der Manualharfe
Die Hakenharfe
Haken am Hals einer Hakenharfe
Haken am Hals (Stimmstock) einer Hakenharfe (Foto: Jürgen Steiner)
Die Hakenharfe (engl. hook harp, fr. harpe à crochets) ist die zeitlich erste Entwicklungsstufe einer diatonischen Harfe mit Umstimmmechaniken. Sie wurde nach derzeitigem Wissensstand in Böhmen oder in Tirol erfunden. Die „Haken“ sind aus sehr steifem Draht hergestellte u-förmige Bauteile mit zwei unterschiedlich langen Schenkeln. Der längere steckt im Holz des Harfenhalses, der kürzere lässt sich so gegen die benachbarte Saite drehen, dass deren schwingende Länge um den Wert der zwölften Wurzel aus 2 verkürzt wird. Dies bewirkt eine Erhöhung des Tones um einen Halbton der gleichstufigen Zwölftonskala.

Achtung: Ausschließlich diese Harfenbauform trägt die Bezeichnung „Hakenharfe“ zu recht, ➔ Hebelharfen (engl.: lever harp, fr.: harpe à levier), also ➔ Manualharfen mit Hebel-Umstimmern, sind keine Hakenharfen!

Die nächste Entwicklungsstufe stellt die Manualharfe mit Blades dar.