Die
Hakenharfe (engl. hook harp, fr. harpe à crochets) ist die
zeitlich
erste Entwicklungsstufe einer diatonischen Harfe mit Umstimmmechaniken.
Sie wurde nach derzeitigem Wissensstand in Böhmen oder in Tirol erfunden. Die „
Haken“ sind aus sehr steifem Draht hergestellte u-förmige
Bauteile mit zwei unterschiedlich langen Schenkeln. Der längere steckt im Holz des Harfenhalses, der kürzere lässt sich so gegen die
benachbarte Saite drehen, dass deren schwingende Länge um den Wert der
zwölften Wurzel aus 2 verkürzt wird.
Dies bewirkt eine Erhöhung des Tones um einen Halbton der gleichstufigen Zwölftonskala.
Achtung: Ausschließlich diese Harfenbauform trägt die Bezeichnung „Hakenharfe“ zu recht,
➔ Hebelharfen (engl.: lever harp, fr.: harpe à levier),
also
➔ Manualharfen
mit Hebel-Umstimmern, sind
keine Hakenharfen!
Die nächste Entwicklungsstufe stellt die Manualharfe mit Blades dar.